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Lerntipps zum effektiveren Lernen

Für Kinder und Jugendliche

· Lernhilfen

Lerntipps zum effektiveren Lernen für Kinder und Jugendliche

Mit Hilfe von diesen Lerntipps können Kinder und Jugendliche fokussierter lernen. Dieser Artikel rundet die Artikelserie zum besseren Lernen sehr gut ab. Ihr solltet herausfinden welche Lernmethode oder Lerntipps euch gefallen und sie regelmäßig anwenden.

Diese Lerntipps, die ich euch gleich vorstellen möchte, sind natürlich auch Produktivitätsideen, um eure Arbeit, egal ob jung oder älter, effektiver bearbeiten zu können. Du kannst sie also auch für dich selbst nutzen. Was dir gut tut, ist für dein Kind ebenfalls gut. Testet und schaut was euch gefällt.

Die "Chaoten" unter uns: ... sind keine unorganisierten Menschen. Sie denken und lernen anders als die, die Strukturen gern haben. Sie lieben die Freiheit sich spontan entscheiden zu dürfen und lernen nach Lust und Laune. Das sind diese Querdenker, die im freien Lernen sehr effektiv lernen. Solltest du solch einen cleveren Kopf zu Hause haben, sind Lernmethoden und Lerntipps eventuell nichts für euch!

Keine Angst, ich lasse euch nicht alleine. Hierzu wird es in der Zukunft einen weiteren Beitrag von mir geben. Bis dahin kannst du mir gern auf Instagram oder Facebook folgen oder deine Gedanken mit mir per Mail teilen.

Die passende Lernumgebung finden

Wo lernt dein Kind sehr gern? Sitz er/sie gern mit am Küchentisch oder doch lieber auf dem Sofa oder dem Boden? Es gibt hier kein richtig oder falsch. Dort, wo dein Kind sich wohlfühlt und nicht abgelenkt ist, ist der richtige Ort zum Lernen.

Seid ihr Freilerner und habt mehrere Lernumgebungen, wo euer Kind sich selbstbestimmt entfalten kann, ist dies die beste Möglichkeit zu lernen. Denn dein Kind weiß was es herausfordert und kann durch Angebote sehr gut sein eigenes Lernangebot gestalten. Für euch, die Kinder in der Schule haben - Das Lernen hört nicht mit dem Gong auf! Es ist super, dass ein Kind oder Jugendlicher nach der Schule selbstbestimmt lernen darf.

Diese Lernumgebung braucht jedes Kind und jeder Jugendliche. Sie ändern sich mit dem Wachstum und der Entwicklung stetig und sind sehr individuell. Mein Sohn ist jetzt 8 Jahre alt. Er hörte schon früher sehr gern Geschichten. Wir haben ihm deshalb so viel es geht vorgelesen. Er hatte zudem immer sehr viele Bücher im Regal stehen. Auch Bücher, die eigentlich für ältere Kinder sind. Im Laufe seiner Leseentwicklung fing er selbst an zu lesen und fragte uns immer wieder wie die einzelnen Wörter heißen.

Gleichzeitig "schrieb" er Worte, die er gut fand ab. Dabei war es unwichtig, ob er es verstanden hatte. Es gefiel ihm einfach. Er konnte zu diesem Zeitpunkt noch nicht lesen oder schreiben. Diese Leidenschaft entwickelte sich und wurde immer anspruchsvoller. Jetzt mit 8 Jahren liest er Bücher mit ca. 400 Seiten, die auch sehr schwierige Wörter enthalten. Sein derzeitiges Lieblingsthema sind Drachenabenteuer.

Gleichzeitig interessiert er sich sehr für Reptilien und Vulkane. Hier versorgen wir ihn regelmäßig mit Sachbüchern, schauen gemeinsam Dokumentationen, besuchen diese Orte und recherchieren im Internet nach Sachtexten. Wir zeigen ihm, wie er sich seine Fragen beantworten kann und sind ein Vorbild darin immer neugierig zu bleiben.

Deshalb kann ich es euch nur ans Herz legen: Kinder, die im jüngeren Alter neugierig sind und es nicht verlernen, sind auch im jugendlichen Alter neugierig. Fragen stellen, ist hier der erste Schritt. Du folgst als Vorbild und beobachtest sehr interessiert die neuen Interessensgebiete deines Kindes. So kannst du den Lernstoff des Lebens begleiten und über Lernmethoden zugänglich machen.

Medienfreie Zone

Um sich auf ein Thema konzentrieren zu können oder den neuen Lernstoff für eine Prüfung mit einer frei gewählten Methode zu lernen, sollten nur die Medien genutzt werden, die gerade benötigt werden. WhatsApp braucht ein Jugendlicher nur dann, wenn er gerade eine Co-Learning Situation per Video-Call mit einem Freund hat, der ebenfalls gerade lernt.

Kein Instagram, Facebook, Tik Tok oder andere bimmelnden Apps, die nur seine/ihre Aufmerksamkeit möchten, sind aktuell genutzt. Bei besonders kreativen und intensiven Lerninhalten ist es ratsam das Handy außer Sichtweite zu deponieren. Unser Gehirn hängt leider immer sehr gern an dem Unterhaltungsprogramm und kann sich nur sehr schwer lösen.

Nutzt ihr einen Computer zum Lernen, sollten nur die Taps offen sein, die auch für die Aufgabe benötigt werden. Dieser Lerntipp ist wohl der Wichtigste. Alle Ablenkungen ausschalten und fokussiert für einen kurzen Zeitraum arbeiten. Die Pomodoro Methode habe ich in einem Artikel genauer erklärt. Im Hintergrund laufen auch keine Fernsehprogramme!

PS: Dieser Tipp ist auch für Erwachsene sehr schwer umzusetzen. Bedenke dies, wenn du mit deinem Kind darüber sprichst und sei verständnisvoll.

Pausen und ausreichend schlafen

Gerade im jugendlichen Alter wird dieser Punkt sehr vernachlässigt. Jungen zocken gern bis tief in die Nacht oder hängen mit ihren Freunden im Dorf ab. Die Aufgaben werden nur dann erledigt, wenn die Erwachsenen es bemerken und der Termin der Abgabe bedrohlich näher rückt.

Als Freilerner oder Homeschooler kann es sein, dass eine zu lange Zeit am Stück gelernt wird und keine passenden Pausen eingeplant werden. Wie lange kannst du dich auf eine Aufgabe konzentrieren? Strukturiert eure Lernzeiten sinnvoll und bedenkt, dass das Gehirn Pausen benötigt. Auch hier benenne ich sehr gern die Pomodoro Methode, da sie sehr effektiv ist.

Diese Pausen sind wichtig, da in dieser Zeit der diffuse Denkmodus aktiv ist und eine neue Nevenstruktur geschaffen wird, die den fokussierten Denkmodus im nächsten Zeitfenster unterstützen wird. Unser Gehirn ordnet das Gelernte und schafft eine Struktur, die für das Langzeitgedächtnis logisch ist.

In der Nacht, wenn wir erholsam Schlafen, werden all die Eindrücke des Tages verarbeitet. Auch Probleme werden in der Zeit gelöst. Ich weiß leider, dass es sehr ermüdend sein kann, wenn ihr mit euren Jugendlichen darüber diskutiert. Aber so können sie ohne großen Aufwand in der Nacht im Schlaf für Prüfungen effektiver lernen.

Bewegung

Bewegungspausen und die tägliche körperliche Bewegung schafft nicht nur einen freien Kopf, sondern auch die Verankerung des Gelernten. Auch wenn wir nicht aktiv vor unserem Stoff sitzen und die Vokabeln lernen, lernt unser Gehirn dennoch diese Vokabeln. Die Bewegung kurbelt den Stoffwechsel an und lässt Baumaterial schneller im Gehirn angekommen. Dort werden neue neuronale Verbindungen gebaut, die dann von dem neu erlernten Inhalt als Speicherplatz genutzt werden können.

Dein Körper reproduziert sich jeden Tag neu und bildet neue Zellen. Wir sind eine einzige Fabrik, die sich immer wieder verbessert und neue Elemente aufbaut. Nutzt die tägliche Bewegung auch als Familie und helft eurem Körper beim Bauen wichtiger Strukturen im Körper. Zudem lernt ein ausgeglichener Körper deutlich leichter, als einer mit ständigen Zipperlein.

To-Do Liste, Pomodoro und Zeitplan

Drei weitere Lerntipps, die ineinander greifen sind die To-Do Liste, der Pomodoro Timer und ein Wochen- oder Zeitplan. Manchmal erhasche ich genervte Blicke, wenn ich diese Lerntipps nenne. Sie sind lästig und viele denken, dass sie zu viel Zeit in der Erstellung verschwenden, als das die Liste im Nachhinein hilft.

Eine To-Do Liste und ein Wochenplan sind tatsächlich unnütz, wenn ihr sie erstellt, aber nicht nutzt. Wenn ihr jedoch den Lernstoff oder Aktivitäten auf die Woche aufteilt und in eure Tagestruktur einarbeitet, überlistet ihr so euren inneren Schweinehund. Ihr investiert 30 min für die Erstellung und spart tägliche 30 min für die Motivierung eures Schweinehundes. Der hat nämlich keine Lust, wenn er nicht schon vorhergesagt bekommt, was am nächsten Tag passiert.

Je nachdem wie eure Tagestruktur aussieht und ob ihr Freilerner, Homeschooler oder Schulkinder seid, ändert sich diese Struktur. Auch die Pausenzeiten und andere Familienmitglieder beeinflussen die Lernzeit. Setzt auch Ziele, die ihr erreichen wollt, teilt sie in kleinere Teilziele ein und hakt sie täglich ab. Diese Taktik funktioniert auch beim Sport, der Ernährung und vielem anderen.

Der Pomodoro Timer macht unbeliebte Aufgaben erträglicher, weil sie nur für 25 min ausgeübt werden und anschließend eine Pause kommt. Diese Struktur kann so für mehrere Male erfolgen, bis die Aufgabe erledigt wurde. Entweder an einem Tag oder über die Woche verteilt. Natürlich könnt ihr den Timer auch auf 60 min stellen und anschließend eine Pause machen. Das ist euch überlassen.

Manchmal zeigt sich der Weg erst, wenn man anfängt ihn zu gehen. - Paul Coehlo

Lernpartner finden & Lehrvideos suchen

Einen Lernpartner zu haben ist sehr sinnvoll, da man sich gegenseitig unterstützen kann. Natürlich sollten sich die Partner nicht zu oft ablenken. Aber ein bisschen Spaß darf sein. Es schafft Verbindlichkeit und gegenseitiges Vertrauen gemeinsam die Aufgaben zu schaffen.

Im Internet gibt es unzählige Lehrvideos oder Erklärungen, die einem den Sachgegenstand ein weiteres Mal erklären können. Oftmals verstehen Kinder es dann auch viel besser. Wir verstehen nicht von jedem die Erklärungen. Das ist ganz normal. Es hat auch nichts damit zu tun, dass der Erklärende inkompetent ist. Es hat einfach etwas mit Sympathie und der ähnlichen Gedankenstruktur zu tun.

Lerntipps für Kinder und Jugendliche

Kleinere Datenpakete planen

Ein wichtiger Lerntipp unter den Lerntipps ist, dass ihr die zu erlernenden Inhalte in kleine und somit schaffbare Pakete aufteilt. Alles auf einmal in mehreren Stunden zu konsumieren und sich in die Birne zu hämmern ist nicht sinnvoll. Mein Artikel "Lernen lernen" kann hier ein besseres Verständnis dazu geben.

Außerdem ist das tägliche Lernen eines Inhaltes nachhaltiger, da die Inhalte über Wiederholung und einem neuen Verständnis in das Langzeitgedächtnis übertragen werden.

Fokus

Der Lernplatz ist aufgeräumt und übersichtlich. Außerdem sind nur die aktuellen Materialien da. So konzentriert sich dein Kind auf den aktuellen Lernstoff und springt nicht von einem Thema zum anderen. Musik kann die Umgebung "ausschalten". Probiert es doch mal aus eine beruhigende Musik über Kopfhörer zu hören und dabei die Aufgaben zu bearbeiten.

Entwickle eine Leidenschaft für das Lernen. Tust du das, wirst du niemals aufhören zu wachsen. - Anthony J. D'Angelo

Lernzettel

Ein Lernzettel ist übersichtlich und eine sehr gute Quelle für das Lernen für Prüfungen. Wir merken uns Inhalte während der Produktion dieses Lernzettels. Zuerst ist es notwendig das Themengebiet zu strukturieren, Information herauszuschreiben und einzuordnen. Mit eigenen Worten entwickelt man dann die Schlagwörter, die auf dem Lernzettel sein werden.

Lernzettel sind zudem optisch ansprechend und beinhalten alle wichtigen Informationen in Kurzform. Hinter den Begriffen befindet sich eine Erklärung, die verstanden wurde und somit erklärt werden könnte. Gleichzeitig prägt sich der Lernzettel als Bild ein und kann in der Prüfung eventuell auch visuell abgerufen werden.

Abends vor dem zu Bett gehen, kann ein Lernzettel dann noch zum Erinnern genutzt werden, so dass sich das Gehirn über Nacht damit beschäftigen kann. Auch für wichtige Merksätze kann ein Lernzettel genutzt werden. Daraus kann eine Mappe erstellt werden, die später als Zusammenfassung für sehr große Prüfungen genutzt werden kann.

Beobachten

Einen letzten Hinweis möchte ich euch noch mit auf den Weg geben. Manchmal sind schon Lernstrategien und Techniken in das Lernen integriert. Ihr habt sie eventuell noch nicht bemerkt. Angeknüpft an diese Lerntechniken können weitere hinzugefügt werden.

Ich empfehle es nicht alte Strategien zu löschen, sondern sie zu reflektieren. Passt diese Methode zu eurem Lernstil? Kann hiermit effektiv gelernt werden? Wenn alles in Ordnung ist, sollten diese Strategien bestehen bleiben dürfen.

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