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Lernmethoden

So lernen wir mit Spaß

· Lernhilfen

Lernmethoden - So lernen wir mit Spaß

In diesem Artikel möchte ich dir einen Überblick über Lernmethoden geben, die dir und deinem Kind das Lernen erleichtern können. Es steht dir frei diese Arbeitsweise auszuprobieren und eine oder mehrere in der Zukunft regelmäßig anzuwenden. In den Schulen werden Lernmethoden tagtäglich genutzt, um effektiver lernen zu können. Deshalb kannst auch du diese Methoden anwenden, um mit deinem Kind zu lernen.

Bevor wir einsteigen und unsere Gedanken neu sortieren, möchte ich noch eine Anregung mit auf den Weg geben: Wir lernen ein Leben lang. Zudem ist es wichtig, dass wir das Lernen lernen, um effektiver und nachhaltiger Wissen zu speichern. Und es ist unumgänglich, dass du verstehst, dass das Lernen immer und überall stattfindet. Nicht nur am Schreibtisch, in der Schule oder der Uni wird gelernt. Der Mensch lernt in jedem Moment seines Lebens. Mach dir also bewusst, dass du und die ganze Familie das Lernen täglich auf unterschiedlichste Weise praktiziert.

Was sind Lernmethoden

Lernmethoden sind didaktische Maßnahmen, die das Lernen effizienter machen. Sie erleichtern dir den Erwerb von Wissen und Können. Fertigkeiten, d. h. neue Kompetenzen sind effizienter gelernt und verinnerlicht. Hierbei ist es wichtig, dass mit Hilfe der gewählten Lernmethode Motivation entsteht. Das Ziel ist Neues kennenzulernen, das mehrdimensionale Lernen aufrechtzuerhalten und das Gelernte nachhaltig zu verinnerlichen.

Um effektiv Lernen zu können bedarf es eines längerfristigen systematischen Aufbaus verschiedener Komponenten. Lernmethoden, Lerntipps und das Selbstmanagement sind da einige Begriffe, die ihr kennt. Angestrebte Lernziele sollten präzise gesetzt und die erreichten Teil-Lernergebnisse durch kurze Lernkontrollen überprüft werden. Diese Lernkontrollen könnt ihr auch selbst erstellen. Unbewertet nur für euch! So könnt ihr herausfinden wo noch Defizite sind.

Wissenswert: Kleinere Test zu neu erworbenem Wissen sind hilfreich im Lernprozess um Fehler zu machen. Diese Fehler zeigen, wo die Verbindung im Gehirn noch nicht fest genug ausgebaut wurde. Fehler sind also hilfreich für das Lernen. Dein Kind verschwendet dann keine Energie für den Wissenserwerb bekannter und bereits erlernter Inhalte. Nur der Teilinhalt wird neu gelernt, der noch nicht verinnerlicht wurde. In der Schule werden oft Tests geschrieben. Einziger Nachteil ist hier, dass sie meistens benotet sind. Sie üben einen ungewünschten Druck aus.

Wer immer tut, was er schon kann, bleibt immer das, was er schon ist. - Henry Ford

Warum ist eine Lernmethode sinnvoll?

Wir lernen über unterschiedliche Kanäle und auf unterschiedliche Weise. Grob erklärt bedeutet das, dass dein Kind Wissen speichert, durch Übung und Anwendung beibehaltet und euch später an Vergangenes erinnern könnt. Dieser Lernprozess dauert seine Zeit. Die passende Lernmethode optimiert das Speichern diverser Inhalte im Gedächtnis. Einen weiteren Artikel zum Thema Lernen lernen habe ich dir hier verfasst.

Die Konzentration ist gebündelt, dein Gehirn speichert effektiver und dein Kind lernt schneller den Lernstoff. Daraus resultiert mehr Zeit für Freizeitaktivitäten und ein besseres Wohlbefinden in der Schule und zu Hause. Denn wir wissen, dass der Druck enorm sein kann und dieser die Harmonie in der Familie sehr stören kann.

Lernmethoden und Denkanstöße

Aufnehmen- Notieren- Strukturieren-Anwenden- Erklären- Erleben

Wir lernen unterschiedlich und über unsere Sinne. Der Stoff wird je nach Präferenz und Lerninhalt über das Lesen, Hören oder Sehen aufgenommen. Das heißt dein Kind liest einen Text, hört sich Erklärungen von dir oder anderen Personen den Sachverhalt oder sieht sich ein Video dazu an. Dein Kind konsumiert in diesem Moment und lässt sich auf den Inhalt ein. Im Netz gibt es diverse Definitionen dazu welcher Lerntyp dein Kind ist. Hiermit ist der auditive, visuelle, kommunikative und motorische Lerntyp gemeint. Doch ich sehe immer wieder, dass die unterschiedlichsten Sinne gleichermaßen angesprochen werden sollten, um ganzheitlich Lernen zu können.

Je mehr Sinne eine Erklärung anspricht, umso leichter fällt es dem Kind den Sachverhalt zu verstehen. Nachdem der Inhalt verstanden wurde, sollte der Lernstoff nicht direkt wieder vergessen werden. Deshalb folgt daraufhin die Notierung mit eigenen Worten über das neu erworbene Wissen. Was wurde mir erklärt? Daraus resultiert die Anwendung des Inhalts oder der Fähigkeiten. Wenn ich nun herausgefunden habe was ein Nashorn ausmacht, notiere ich die Daten nicht nur, sondern kann auch eine Frage dazu beantworten oder eine Präsentation gestalten. Kinder transferieren ihr Wissen in konkrete Situationen.

Der wohl wichtigste Schritt ist das Erklären! Hier wirst du merken, ob dein Kind die Thematik wirklich verstanden hat. Wichtig ist, dass du die Fehler, die dein Kind beim Erklären macht, respektvoll ansiehst. Wenn du in diesem Moment die Fehler deinem Kind unter die Nase reibst oder genervt bist, wird dein Kind dir ungern ihr/sein Wissen demnächst erzählen wollen. Der Stoff verankert sich immer tiefer im Gehirn, wenn er mehrmals verarbeitet wird. Erklärt dein Kind eine Thematik lernt er/sie nochmal eine Ebene höher.

Denn ich muss einen Sachverhalt oder eine Thematik sehr gut verstanden haben (hiermit ist nicht das auswendig lernen gemeint), um einem anderen etwas erklären zu können. Diese Arbeitsweise des Lernens spricht alle Sinne an und ist ganzheitlich.

Emotionen und Erinnerungen festigen das Wissen um einen weiteren Schritt. Wenn wir erfahren, was wir gelernt haben, verknüpfen wir unterschiedliche Lerngebiete miteinander und verbinden dies auch noch mit Emotionen. Deshalb können wir besondere Ereignisse nicht so leicht vergessen und erinnern uns oft daran.

Ein Beispiel aus meinem Leben: Wir als Familie waren auf Sumatra und wollten die Orang-Utans besuchen. Diese Reise hat unserem Sohn gezeigt, dass durch den Anbau von Palmölpflanzen Lebensräume zerstört werden und wir mit unserer Welt rücksichtsvoll umgehen sollen. Er gibt sein Wissen weiter an andere und erinnert sich oft an den Moment, als er den ersten Orang-Utan sehen durfte. Diese Reise war anstrengend, lustig, nachdenklich und gleichzeitig euphorisierend.

Ein weiteres Beispiel: Sprachen lernen wir nur dann, wenn wir die Vokabeln üben (lesen und schreiben), die Grammatik verstehen und das Gelernte regelmäßig nutzen. Bestenfalls können wir uns mit einem anderen in dieser Sprache unterhalten. Deshalb sind Schüleraustausche so beliebt. Hier wird die Sprache tatsächlich gelernt.

Lernen mit Spaß

Wir lernen mit Spaß, wenn wir selbstbestimmt lernen dürfen. Die selbstgewählte Handhabung kann hier den Spaß erhalten, wenn sie sich natürlich anfühlt. Da wir alle individuell sind, mögen wir auch einen individuellen Lernweg gehen und Lernmethoden nutzen.

Wenn ihr Freilerner seid, dürfen eure Kinder jeder Zeit ihre eigene Lernumgebung schaffen. Vieles ist selbstbestimmt und deshalb sehr intuitiv und nachhaltig. Auch hier entwickeln sich Techniken, die dein Kind sehr gern nutzt, um sich Wissen anzueignen. Eventuell entsteht hier zu Beginn eine Frage zu einer Situation, die beobachtet wurde. Daraus kann die Motivation entstehen mehr darüber zu erfahren. Dann recherchiert ihr gemeinsam, notiert eventuell in eurem Erlebnissbuch die Daten und sprecht anschließend mit einem anderen darüber.

Hierzu habe ich eine Broschüre verfasst, die dir eventuell noch weitere Inspirationen schenken kann. Wenn ihr als Familie an die Schule gebunden seid, werdet ihr jetzt eventuell sagen: "Ja aber wir können ja nicht selbst unsere Inhalte wählen. Sie sind vorgegeben!". Das Stimmt! Aber auch hier gibt es Themen, die besonders interessant sein können und in der Vergangenheit gern gelernt wurden. Hier appelliere ich an dich. Du lernst gern und entwickelst dich weiter. Wenn dein Kind diese Haltung sieht, hat er/sie auch Lust mehr zu lernen.

Du kannst dein Kind unterstützen, indem du die Themen interessanter gestaltest. Nutzt ein anderes Medium für die Recherche und verwendet unterschiedliche Softwares (Apps oder Internetseiten), die dein Kind gern besucht. Testet gemeinsam eine neue Arbeitsweise und unterschiedliche Lerntipps.

Konkrete Lernmethoden

Wir wissen jetzt, dass Lernmethoden und Eselsbrücken dabei helfen können, etwas nicht zu vergessen. Wer von euch erinnert sich immer noch an diesen Spruch: "He, she, ist ein s muss mit"? Früher fand man dies lästig, allerdings wissen wir im späteren Erwachsenen Alter, dass diese Sprüche oder Eselsbrücken hilfreich sein können. Im Folgenden werde ich auf weitere Arbeitsweisen eingehen.

Karteikarten

Eine Lernmethode, die wir alle kennen, ist das Karteikartensystem. Auch hier lesen und schreiben wir Inhalte oder Vokabeln heraus, sortieren sie und lernen sie über ein bestimmtes System. Wer den "ollen Kasten" nicht mehr nutzen möchte, kann hier auch die App Anki Droid nutzen. Hier werden dir auch die Vokabeln nach und nach vorgelegt und anschließend sortiert. Sortiert in "Kartensteckplätze" mit der Definition "erlernt oder doch nochmal wiederholen". Vokabeln werden in unterschiedlichen Zeitabständen abgefragt. Aber auch hier muss ich nochmal wiederholen, dass das auswendig lernen hierbei alleine keine Wirkung hat. Die Vokabel muss im Sprachgebrauch benutzt werden, indem man mit jemandem in dieser Sprache auch kommuniziert.

Mindmap oder Lernzettel

Diese Methode strukturiert große Datenpakete und stellt das zu Erlernende bildlich strukturiert dar. Die Mindmap ist nicht von allen Lernenden gern genutzt. Sie erlaubt einem jedoch einen Überblick über das Thema und kann dadurch schnellere Lernbereiche erkennen lassen. Bei dieser Methode werden viele Stichpunkte oder Fragestellungen zu einem Thema zusammengetragen.

Bleiben wir bei dem Beispiel des Nashorns: Hier können die Bereiche sichtbar gemacht werden. Z.B. das Sozialverhalten, Lebensraum, Fortpflanzung usw. kategorisieren das, was ihr anschließend recherchieren möchtet. Entweder ihr gestaltet eine Mindmap klassisch auf dem Papier oder nutzt auch hier eine App oder den Browser.

Daraus kann dein Sohn oder deine Tochter im Anschluss einen Lernzettel erstellen, der alle knackigen Informationen in Kurzform über das zu lernende Themenfeld enthält.

Textanalyse

In der Schule werden oft Texte genutzt, um sich eine Thematik anzueignen. Deshalb ist es unumgänglich zu lernen, wie Texte sinnvoll bearbeitet werden. Es ist wichtig, dass ihr gemeinsam eure Methode erstellt. Doch ich möchte euch meine Denkanstöße dazu nennen. Einen Text lesen und weglegen ist nicht sinnvoll. Wenn ihr in diesem Text markieren dürft, tut es! So visualisiert ihr die Kernaussagen. Dabei ist es wichtig, dass ihr nicht den ganzen Text markiert. In diesem Artikel markiere ich auch nur die wichtigsten Wörter, damit du auf den ersten Blick ungefähr weißt worum es geht und eventuell den Absatz nicht lesen musst oder ihn sehr aufmerksam liest.

Könnt ihr den Text nicht markieren, solltet ihr den Text in Abschnitten lesen und anschließend die Kernaussage direkt notieren. Abschnitt - Kernaussage - Abschnitt - Kernaussage usw.!

Nicht alle Kinder lernen das Gleiche zur gleichen Zeit auf die gleiche Weise. - Kathy Walker

Schaubilder erstellen

Die Notiz kann unterschiedlich aussehen. Manch einer macht eine Mindmap, der nächste hat Kategorien mit Stichpunkten und ein anderer zeichnet ein Schaubild oder eine Skizze, um das Wissen für sich zu strukturieren. Eventuell schreibt jemand nur Stichpunkte an den Rand des Textes. Auch das spätere anmalen oder verschönern der Seite ist eine Methode, um das Wissen "schmackhafter" zu machen!

Methoden-Shuffel

Eine Methode kann auch sein, dass dein Kind immer den gleichen Ablauf vollzieht. Lesen, markieren, notieren, Aufgabe bearbeiten, abheften, mit Freund darüber sprechen. Oder Video ansehen, stoppen und notieren, Lernblatt erstellen, Darstellung zeichnen, Aufgaben bearbeiten, nachrecherchieren, anwenden (sprechen oder bewegen), darüber diskutieren.

Mnemotechnik

Hiermit kannst du den Stoff für Prüfungen effektiv und nachhaltig lernen. Oben habe ich bereits ein Beispiel dazu benannt. Diese Technik packt den Stoff in Merksätze, die einprägsam sind. Ein weiteres Beispiel dafür ist dieser Merksatz: Nie Ohne Seife Waschen (mit dem Uhrzeigersinn) gesprochen, erinnert dies an die Himmelsrichtungen in ihrer richtigen Reihenfolge. Du kennst sicherlich weitere solcher Sätze.

Das Gedächtnis kann in diesem Fall komplizierte Inhalte besser speichern, da eine Art Reim das Gelernte "leichter" verpackt. Wenn dein Kind auch noch Spaß daran hat, kann er/sie sehr gern sich neue Eselsbrücken bauen und sich so das Lernen erleichtern.

Challenge

Meine aktuell genutzte Lernstrategie ist aus einem Scherz entstanden. Ich kenne meine Schwächen und möchte sie Stück für Stück angehen. Doch sich mit etwas zu beschäftigen, dass einem Schwierigkeiten bereitet ist unangenehm. Mein Lebensgefährte hatte zwischendurch die Meinung, dass ich mich für Fehltritte "bestrafen" sollte, um hier mehr Druck zu bekommen die Aufgabe zu erledigen. Doch diese Form der "Motivation" verhindert meine Kreativität und Lust etwas zu erreichen.

Deinem Kind geht es eventuell auch so. Du baust Druck auf und drohst mit Konsequenzen und dein Kind macht es trotzdem nicht. Zu diesem Thema werde ich eventuell auch noch einen Beitrag leisten. Nun was ich dir hiermit sagen möchte ist, dass ich so nicht gut lerne und meine Fähigkeiten verbessern kann. Nach bestimmt 2 Jahren Diskussion über diese Situation habe ich herausgefunden welcher Typ Mensch ich bin. Ich arbeite sehr gerne im Team und kann mehr Leistungen erbringen, wenn ich es für einen anderen mache oder man gemeinsam sich gegenseitig unterstützt.

Meine persönliche Lernstrategie ist es also mich zum einen zu vernetzen und dort offen anzusprechen, dass ich mich darin weiterbilden möchte und zum anderen der Mut dazu fehlt. Und dann kommt eins zum anderen. Ich setze mir Aufgaben, die unangenehm aber zu erreichen sind. Und nun zu dem anfangs genannten Scherz!

Mein Lebensgefährte und ich haben eine monatliche Challenge. Wir setzen uns selbst ein Ziel, dass gerade eine Herausforderung ist. Wichtig ist, dass dieses Ziel sinnvoll für uns persönlich ist. Z.B. Ich lerne jeden Tag für 30 min die Sprache Englisch mit diesem Tool. Oder ich spreche jeden Tag 30 min nur in Englisch mit dir über diverse Themen. Das Ziel bringt mich weiter, es ist in kleine Häppchen eingeteilt und schaffbar! Unsere Ziele sind nicht die Gleichen. Jeder von uns hat seine eigenen Ziele die er/sie erreichen möchte.

Auch Gewohnheiten lassen sich so sehr gut aufbauen. Und damit es auch irgendwie ein Spiel ist und das Commitment deutlich ist, haben wir das Ziel weniger Misserfolge zu haben, als der andere. Und wer am Ende des Monats zu viel schleifen lassen hat, bezahlt das gemeinsame Date.

Für ein Kind könnte hier ein Anreiz sein, dass er/sie sich ein Spiel für die Konsole oder besondere Schuhe kaufen darf oder sie am Ende doch selbst bezahlen zu müssen. Oder aber er/sie darf entscheiden welcher Ausflug am Wochenende geplant wird. Diese Lernmethode unter den bereits genannten Lernmethoden kennzeichnet sich darin aus, dass die Ziele in kleine Einheiten eingeteilt sind, ein Miteinander und keine Konkurrenz herrscht, ein wenig Spaß am Ende steht, die Ziele erreichbar sind und es nicht zu lange andauert.

In unseren ersten Monaten hatten wir viele Fehlschläge und ein Wettrennen um die meisten Kreuzchen auf dem Blatt Papier. Doch im Monat April hatten wir beide nur einen Fehltritt! Meine Ziele waren über die Zeit folgende: 10 min meditieren vor dem Schlafen gehen; jeden Tag Sport/Yoga; 5 % eines Ratgebers lesen; keine Süßigkeiten essen, weniger Schlafen usw.! Insgesamt haben wir immer 3 Bereiche in denen wir Ziele definieren. Ernährung, Sport, Schlaf oder Entwicklung

Ziele für euch im Lernprozess könnten sein:

--> tägl. 30 min Englisch sprechen, Vokabeln lernen oder Aufgaben erledigen

--> tägl. 10 min lesen

--> tägl. 20 min mit einer App in Mathe (1x1) lernen

--> zwischen 22 und 22:30 ins Bett gehen

--> 20 Uhr ist das Handy im Flugmodus usw.

Priorisierung

Manchmal hat dein Kind Aufgaben, die einen solchen Berg ergeben. Ihr wisst nicht wo ihr Anfangen sollt. Hier empfiehlt sich den Berg in kleinen Stücken abzuarbeiten. Nimm eine Aufgabe in die Hand und schaut, ob diese Aufgabe schnell oder weniger schnell erledigt werden kann. So sortiert ihr die Aufgaben in verschiedene Kategorien.

1. Aufgaben, die sofort abgegeben werden müssen

2. Aufgaben, die eine kurze Bearbeitungszeit haben

3. Aufgaben, die Spaß machen aber etwas länger dauern

4. Aufgaben, die echt blöd sind UND etwas länger dauern

Nun könnt ihr euch überlegen wann ihr was in der Woche bearbeiten möchtet. Da hier jeder unterschiedliche handelt, solltet ihr mehrere Möglichkeiten austesten und dann die beste Variante auswählen.

Ich bearbeite Aufgaben der Kategorie 1 in den ersten Tagen der Woche in kleinen Häppchen. Ebenso teile ich sie mir zeitlich ein, um keine 2 Stunden am Stück am Schreibtisch zu sitzen. Die Pomodoro Methode ist hier sehr sinnvoll. In meinem Artikel "Lernen lernen" habe ich diese Arbeitsweise genauer erläutert. Dazu lohnt es sich Aufgaben aus der Kategorie 2 zu erledigen, weil hier das Erfolgserlebnis etwas geschafft zu haben sehr schnell eintritt!

Die Aufgaben aus Kategorie 3 und 4 wolltest du klug aufteilen und miteinander kombinieren. Willst du den ganzen Tag an einem Stück die Steuererklärung machen? Und das jede Woche? Nein oder? Dein Kind auch nicht! Bestenfalls bearbeitest du zuerst die unangenehme Aufgabe für 1 Stunde mit dem Pomodoro Timer und dann noch die angenehme Aufgabe hinterher!

Fazit

Wir lernen zu jedem Zeitpunkt und ein Leben lang. Wenn du eine passende Lernmethode für den Lernprozess deines Kindes nutzt, kann dein Kind effektiver und energiesparender lernen. Daraus können bessere Leistungen und mehr Freizeit resultieren. Wichtig ist, dass ihr eure Lernmethoden findet mit denen Inhalte besser ins Gedächtnis gespeichert werden können.

Die Wahl der passenden Lernmethoden ist abhängig von euch als Lerntyp. Und hierbei sind nicht die Lernkanäle auditiv, visuell, motorisch und kommunikativ gemeint. Dies sind Lernkanäle, die wir bewusst nutzen können, um ganzheitlich mit allen Sinnen zu lernen. Natürlich gibt es Präferenzen. Doch effektiv lernen wir nur, wenn wir alle Sinne miteinbeziehen. Ich meine damit, dass ihr die Methode wählt, die euch Spaß macht!

Der Lernstoff lässt sich mit Lernmethoden sehr gut strukturieren und übersichtlich erlernen. Deinem Kind fällt es leichter sich Wissen zu merken und so dem Gehirn die Chance zu geben dieses Wissen fest im Langzeitgedächtnis zu verankern. Gemeinsam für eine anstehende Prüfung mit deinem Sohn oder mit deiner Tochter lernst du nachhaltig mit eurer Liebingslernmethode. Zudem verbessert sich die Konzentration deines Kindes, da die Methode den Spaß am Lernen aufrechterhält.

Gibt es eine Lernmethode, die ihr empfehlen könnt? Wenn ja, dann schreibt sie doch in die Kommentare :). Ich freue mich auf deine Worte.

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